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Sri Lankas Präsident Rajapaksha ruft den Notstand aus.

Sri Lankas Präsident Rajapaksha ruft den Notstand aus.

Nach wütenden Protesten gegen die Regierung hat Präsident Gotabaya Rajapaksha einen landesweiten Notstand ausgerufen -
ab heute 6pm gibt es eine Ausgangssperre bis Montag 6am.

  • Auslöser der Proteste sind die Folgen einer Wirtschaftskrise, deren Auswirkungen nahezu alle Sri-Lanker konkret trifft:
  • Strom fällt tagtäglich für mehrere Stunden aus,
  • drastische Preiserhöhungen belasten besonders extrem die Menschen mit geringstem Einkommen,
  • es gibt Engpässe bei lebenswichtigen Gütern,
  • die Preise für Reis, Zucker, Zwiebeln, Kartoffeln sind enorm gestiegen, auch Milchpulver,
  • Kerosin und Gas sind knapp und teuer.
  • Manche Schulen müssen schließen, Grund: Papiermangel.

In Colombo verkauft Lebensmittelhändler B. seit 25 Jahren Reis und Zucker, jetzt sind seine Vorräte fast aufgebraucht. Nachschub kann er sich nicht leisten, denn der Einkaufspreis liegt über dem Verkaufspreis, den die Regierung für Lebensmittel temporär eingeführt hat. Viele der etwa 22 Millionen Einwohner sind auf ihre Mofas, Tuk-Tuks, auf mobile Bringedienste angewiesen, um im Alltag durchzukommen.

Zu dieser schmerzhaften wirtschaftlichen Situation gehört, dass die Auslandsschulden Sri Lankas bis auf 55 Milliarden Dollar gewachsen sind. Viele befürchten, dass der Inselstaat seine Schulden nicht mehr bedienen kann.

Wie soll Sri Lanka aus dieser Krise herauskommen?

Siehe dazu:

https://www.spiegel.de/ausland/sri-lanka-praesident-ruft-nach-unruhen-in-colombo-den-notstand-aus-a-03d08de2-b640-4a8b-8056-832cb6933d11