Masken zur Lebenssicherung

Bedürftige Frauen in Jaffna nähen Masken in Heimarbeit zur Existenzsicherung.

Zu Beginn der Corona-Epedemie kam Prasanna, ein freiwilliger Helfer aus Jaffna, mit der Idee, Masken von mittellosen Frauen in Heimarbeit nähen zu lassen, auf uns zu. Besonders bedürftige Frauen sollten durch den Verkauf in Heimarbeit produzierter Mund- und Nasenmasken während des Lockdowns Unterstützung erfahren. Die staatliche Unterstützung für Notleidende war kaum ausreichend, wenn sie denn überhaupt ankam…

Prasannas Vorschlag, Frauen in prekärer Einkommenssituation zu unterstützen, stimmten wir sofort zu.

Eine Erfolgsmeldung erhielten wir aus Sri Lanka. Prasanna schickte uns diese E-Mail, in der er die Situation von Vijayalaksmieiner, einer Masken-Näherin, beschreibt:

Vijayalaksmi heißt sie, aber wir nennen Sie "Viji". Viji ist eine gute Freundin von meiner Frau. Auch, wenn das wirtschaftliche und private Leben von Viji manchmal sehr hart ist, kämpft sie als Frau. Das finden wir sehr toll. Mit dem Nähen verarbeitet sie den Stress (der einkommenslosen Zeit, während der fast dreimonatigen Ausgangssperre) und verdient dabei Geld. Der Mann von Viji ist nicht sehr verantwortungsvoll.

Nach ihrer Hochzeit lebt sie in Vasanthapuram / Ilavalai. Davor lebte sie in Puttalam, wo sie ihr Abitur machte. In der Situation des Bürgerkrieges wurde sie verheiratet. Vigis Sohn und unser Sohn sind gemeinsam in der 1. Klasse.

An ihre Geschwister und Eltern hat Viji einige Masken verschenkt. Sie hat die Masken verkauft, was ihr Ziel war.

Vijayalaksmi nähte 750 Masken und verkaufte sie, um in der Coronazeit ihre Eltern, ihre Geschwister und ihre Kinder besser versorgen zu können.